Alt 26.02.2007, 12:29   #1 (permalink)
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Standard Artikel in Spiegel Nr. 9

Im neuen Spiegel ist auf Seite 124 ein durchweg positiver Bericht über Stromberg bzw Staffel 3 zu lesen
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Alt 26.02.2007, 13:07   #2 (permalink)
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Und ist der in irgendeiner Art sonst zu lesen?

Jaa tut mir leid, ich hab den Spiegel nicht abboniert
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Denn der Teufel ist ein Eichhörnchen!!
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Alt 26.02.2007, 15:55   #3 (permalink)
LSD
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Entweder gibt es den Artiel demnächst kostenlos oder für 0,50 EUR bei Spiegel.de.
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Alt 26.02.2007, 16:27   #4 (permalink)
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http://board.gulli.com/thread/707295...-9-v-26022007/

Geändert von Onkel Bernd (26.02.2007 um 16:34 Uhr).
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Alt 26.02.2007, 16:41   #5 (permalink)
LSD
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Ist aber bestimmt nicht erlaubt.

Junge, wenn ich alles lassen würde, was nicht erlaubt ist, hätt ich aber so einige Weiber verpasst.
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Alt 26.02.2007, 16:53   #6 (permalink)
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also iiich hab den spiegel abonniert

hab ich ja nich nötig sowas
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Alt 26.02.2007, 17:10   #7 (permalink)
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Der schwarze Hai
Die Büro-Comedy „Stromberg“ kehrt
zurück – das Beste und zugleich
Furchtbarste, was das deutsche Fernsehen
zurzeit zu bieten hat.

Der Dritte Weltkrieg wird in einem
Büro beginnen – nicht in Washington
oder Peking vor einer Weltkarte,
eher in Dortmund oder Darmstadt
zwischen hornhautfarbenen PC-Monitoren
und Kaffeemaschinengesprotzel.
Irgendein Ingo oder Heinz-Dieter wird
plötzlich anfangen, Rache zu nehmen
an Chef-Ekel oder mobbenden Kollegen.
Und dann wird das weitergehen von
Flur zu Flur in den nächsten Waschbetonkomplex
und so fort. Denn Büro ist
Wahnsinn, menschlicher Abgrund, Hölle
mit Hydrokultur und „zu 90 Prozent Psycho-
Krieg“, sagt Bernd Stromberg, inzwischen
Ex-Leiter der Abteilung Schadensregulierung
M bis Z bei der Capitol Versicherung
AG.
Und Stromberg sprach: „Büro ist, wie
unter lauter Haien zu schwimmen. Da
brauchste nur einmal Nasenbluten zu kriegen,
und schon ist Feierabend. Die warten
ja nur alle darauf … da kannst du jahrelang
die Kuh gewesen sein, die den Karren vom
Eis … sobald du einmal bockst, sobald du
einmal einbrichst im Eis, da sind die Haie
gleich da … Aber ich kann auch ein Hai
sein! Ich bin der schwarze Hai unter den
ganzen weißen hier. Äh, wie bei den Schafen,
nur umgekehrt …“
So ist Stromberg. Und so heißt auch die
ProSieben-Serie, die nun in die dritte Staffel
geht (ab nächsten Montag immer 22.45
Uhr) – als nunmehr vollendetes Triptychon
des Alltagsgrauens, ein Fanal der Dienstleistungsgesellschaft,
ein Denkmal gegen
das Prinzip Großraum.
Stromberg ist das Unterste, was die Evolution
hervorgebracht hat. „Stromberg“
ist das Beste, was das deutsche Fernsehen
momentan zu bieten vermag. Das ist kein
Widerspruch, sondern das Gesetz dieser
Serie, die vom Hassfaktor ihres Stars lebt.
Er schleimt nach oben und tritt nach
unten. Er ist bösartig und verschlagen, sarkastisch
und intrigant, gemein, egoistisch,
geschmacklos und fachlich inkompetent.
Das Größte an diesem Midlife-kriselnden
Herrenwitz ist seine Selbstüberschätzung.
„Fingerspitzengefühl ist ja das A und O“,
sagt Stromberg. Und dann rät er der Sachbearbeiterin,
die er eben rausgeschmissen
hat: „Sehn Sie’s doch mal positiv: Sie ham
viel mehr Zeit für Ihre Hobbys.“ Oder
er wanzt sich an den Rollstuhlfahrer ran,
dessen Behindertenparkplatz er blockiert:
„Dass Sie überhaupt Auto fahren können …
Hut ab!“ Und wenn sein neuer Vorgesetzter
sagt, er fühle sich von Strombergs Leuten
akzeptiert: „Ja gut, Hitler dachte auch bis
zum Schluss, dass ihn die Deutschen …“
Das ist ebenso Stromberg wie: „Die ganzen
Randgruppen … Behinderte, Schwule,
Frauen … bin ich dafür … solange es
menschlich stimmt.“ Mit solchen Schoten
hat er das „Fremdschämen“ zur fast schon
olympischen Disziplin gemacht. „Ich bin ja
quasi die perfekte Mischung aus jung, aber
sehr erfahren … gibt’s in der Form sonst
nur auf’m Straßenstrich.“ Das sind so seine
peinlichen Weisheiten, um die herum es
mittlerweile Fanclubs gibt, ein PC-Spiel und
neuerdings sogar ein Langenscheidt-Wörterbuch
(„Chef – Deutsch / Deutsch – Chef“).
Stromberg ist eine archetypische Vorgesetzten-
Karikatur, die zwischen serviler
Ich-bin-doch-euer-Bernd-Pose und Belegschaftsfresser
laviert. In der ersten Staffel
rutschte er langsam ins Karriereabseits. In
der zweiten ging’s dann steil bergab, bis er
schließlich im Kellerarchiv seiner Versicherung
landete – ohne Untergebene, ohne
Frau, ohne Aussicht, ohne Macht.
Und wie man es von allen großen Hassfiguren
kennt – von Ekel Alfred über
„Kleines Arschloch“ bis Dieter Bohlen –,
blieb doch auch an dieser Hasskappe ein
Hauch von Restsympathie kleben. Amüsieren
uns die Billigpointen oder nur die
verzweifelten Versuche, damit einen Lacher
zu landen? Wer sich das fragt, ist von
Stromberg schon gefangen.
Und im gleichen Maße, wie die TV-Figur
ein Inferno nach dem anderen erlebte, stieg
ihr Darsteller auf: Christoph Maria Herbst,
41, hat nach der Schule eine Lehre bei der
Deutschen Bank gemacht und in Dinslaken
Theater gespielt. Nun hat er den Grimme-
Preis und einen Status als Dauergeheimtipp
für alles, was hiesiges Fernsehen an Herausforderungen
noch bereithält. Möglich, dass
er bereits überschätzt wird. Aber wenn
Herbst Pech gehabt hätte, wäre er heute in
einer Bankfiliale selbst ein Stromberg. Er
hatte Glück: Er durfte „Stromberg“ werden.
Dabei wäre Herbst nur halb so gut ohne
sein filigranes Ensemble von Bürosklaven:
Da ist Erika, die Betriebsnudel. Ulf, der grottenfaule
Aufrisskönig. Tanja, die Abteilungsschönheit.
Und Ernie, der eigentlich Bert
heißt, also Berthold, und von allen gemobbt
wird, weil er schwitzt, petzt und Dinge sagt
wie „Wunderbärchen“, „Okäse“ oder: „Ich
bin ’n Typ, der auch mal aneckt … wie Ché
Guevara oder James Bond oder so.“
Alle reden gelegentlich direkt in die
Kamera, die diese Büroabgründe filmt, als
wäre es eine Dokumentation über realen
Angestelltenwahnsinn. Der Trick ist nicht
neu, sondern wie viele andere großartige
Kleinigkeiten von der BBC-Serie „The
Office“ abgeguckt. Aber ehrlich gesagt:
Lieber gut geklaut als schlecht erfunden.
Komplett absurd wird es nun, weil
Stromberg zu Beginn der dritten Staffel
von seinen Vorgesetzten mit dem Argument
aus dem Keller erlöst wird, dass er
durch seine TV-Präsenz ja auch Werbewert
besitze. Herbst/Stromberg hat mittlerweile
tatsächlich Reklame gemacht – für die
Telefonfirma Tele 2. Von dem Unternehmen
war der Schritt entweder genial oder
absolut irre. Denn wer setzt schon auf ein
derartiges Ekelpaket als Werbeträger?
So verschwimmen nun endgültig Realität
und Fiktion. Alles klärchen? Okäse?
Oder wie Stromberg formuliert: „Man
muss mich ja auch im Gesamtkontext
sehen“ … jetzt mal menschlich zum Bleistift.

Thomas Tuma
__________________
Weiber ... nach außen Frau Merkel, nach innen n'Ferkel, oder?
Ah, der Bernd...
Herr Heisterkamp ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2007, 18:23   #8 (permalink)
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auch gut
Onkel Bernd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2007, 18:43   #9 (permalink)
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cool
danke =)
Katha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2007, 19:09   #10 (permalink)
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Für mich ein wahnsinnig schlechter Artikel, denn wer Strombi nicht kennt wird dadurch sicher nicht angeworben die 3. Staffel zu sehen...
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Ah, der Bernd...
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