Frisch angemeldet, möchte ich den Thread auf den rechten Pfad zurückbringen... ach, naja, eigentlich möchte nur meinen Senf zur 5. Staffel loswerden
Also im großen und ganzen finde ich die Staffel auch ganz in Ordnung, es gibt Höhen und Tiefen, vieles ist Geschmacksache, gute Sprüche vom Papa und und und... nur was ich einfach ein wenig schade finde, ist die Tatsache, daß sich die Serie (wie bereits angesprochen) mittlerweile stark von der Realität entfernt hat.
Zu Beginn der Serie (Staffel 1&2) empfand ich die Serie als (leider) sehr realitätsnah, teilweise gab es Szenen, die so 1zu1 bei uns im Büro stattgefunden haben. Da gibt es den gemobbten Ernie, den Mobber Ulf (der gleichzeitig ein exzellenter Lauschipper ist), die halbwegs fleißigen Damen... und halt den Chef, der teilweise unfähig ist, aber es irgendwie dennoch auf seinen Stuhl geschafft hat.
Mittlerweile ist das ganze aber sehr überspitzt geworden.
Allem voran steht für mich da, daß jemand, der so dermaßen oft in die Scheiße gegriffen hat, wie der Papa und unzählige Abstrafungsmaßnahmen erlitten hat (besonders hier die Versetzung nach Finsdorf) sich doch in der realen Wirtschaft nichts mehr begucken könnte, sowohl beim aktuellen Arbeitgeber, als auch bei Konkurrenten.
Wie jemand anderes im Falle Tanja geschrieben hat, wäre es natürlich auch realistisch, daß der eine oder andere Mitarbeiter sich woanders bewerben würde... daß hier die Grenze dadurch gegeben ist, daß es eine Fernsehserie ist, ist mir durchaus bewußt... umso wichtiger finde ich es halt, daß an anderer Stelle der Kontakt zur Realität nicht abreißt (nicht hätte abreißen sollen?).
Bisher war ich auch eher der "egal, wenn es nicht so realistisch ist" Meinung, aber mittlerweile...
Für mich hat sich Stromberg nur noch zu einem Arschloch entwickelt den ich nicht mehr wirklich mag. Früher war er doch eigentlich sympathisch, trotz seiner egoistischen Aktionen. Die Sache mit dem Becker und dem Alkohol hat dann aber das Fass zum überlaufen gebracht.
Tag auch. Das stört mich ebenfalls. Der Papa war ja schon immer nicht ganz sauber. Aber was er jetzt abzieht, ist so übel, dass die einst tragikomische Figur völlig kippt. Z.B. die Verleumdung (das ist strafbar!) von Becker. Und wie er dem Ulf sein Baby-Desaster unterjubelt (der will E-Mails löschen lassen. Das ist illegal und kein Pipifax mehr!), ist die Härte. Er soll ja kein Engel werden, aber es mussten schon ganz andere (z.B. Nationalbank-Präsidenten...) wegen weniger den Hut nehmen.
Tag auch. Das stört mich ebenfalls. Der Papa war ja schon immer nicht ganz sauber. Aber was er jetzt abzieht, ist so übel, dass die einst tragikomische Figur völlig kippt. Z.B. die Verleumdung (das ist strafbar!) von Becker. Und wie er dem Ulf sein Baby-Desaster unterjubelt (der will E-Mails löschen lassen. Das ist illegal und kein Pipifax mehr!), ist die Härte. Er soll ja kein Engel werden, aber es mussten schon ganz andere (z.B. Nationalbank-Präsidenten...) wegen weniger den Hut nehmen.
Habt Ihr die (illegale) Fahrerflucht im Parkhaus vergessen, als er Frau Hilpers Auto angefahren hat. Eine Putzfrau sexuell zu belästigen ist m.E. auch strafbar. Für mich hat Stromberg schon in der ersten Staffel seine größte Sünde begangen, einem Asthmatiker wie Herrn Hilpers eine Zigarre aufzudrängen, an dessen Folgen er letztlich auch gestorben ist.
Deshalb kann ich so Äußerungen wie "(...) Früher war er doch eigentlich sympathisch, trotz seiner egoistischen Aktionen. (...)" nicht nachvollziehen. Bei mir war er von Anfang an unten durch.
Was mich allerdings extrem stört - ist, dass der/die Drehbuchautor(en) es anscheinend einfach nicht über's Herz bringen, den Berni zu feuern, ihn einfach für längere Zeit ins Archiv zu stecken oder eben angemessene Konsequenzen zu ziehen.
Ab Staffel drei kommt von irgendwo immer ein Drehbuchtrick her und er landet wieder auf den Füßen. Dabei sind es m.E., je später die Staffel, teilweise keine "Tricks" mehr, sondern oft einfach nur noch eine plumpe Brechstangen-Dramaturgie.
Hätte die Serie nicht diese geniale Situationskomik, wäre ich bestimmt kein Fan.
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"Sind sie schwul?"
-"Ich bin KATHOLISCH!"
Habt Ihr die (illegale) Fahrerflucht im Parkhaus vergessen, als er Frau Hilpers Auto angefahren hat. Eine Putzfrau sexuell zu belästigen ist m.E. auch strafbar. Für mich hat Stromberg schon in der ersten Staffel seine größte Sünde begangen, einem Asthmatiker wie Herrn Hilpers eine Zigarre aufzudrängen, an dessen Folgen er letztlich auch gestorben ist.
ja, da hast du schon recht, aber seine hinterfotzigkeit hat m.m. ein neues level erreicht. (Becker, Ulf). Dem Ernie, dem armen schwein,.versaut er sogar absichtlich die jugendgruppen'karriere'bei der kirche!
Ach Du liebes Lieschen...
Mensch, das ist doch nur ein Drehbuch
ach ne, sag bloss... Dann haben mir die alten Drehbücher halt besser gefallen. Mittlerweile ist das einfach (selbst für Stromberg-Verhältnisse) etwas zu viel.
Also ich finde die 5. Staffel am schwächsten von allen.
Das waren so Frauenthemen, die auf Frauenart abgearbeitet wurden. Als ob sie der Lindenstraße Konkurrenz machen wollten.
OK, die erste Folge mit dem "Dünen-Neger" war natürlich herrlich. Und auch die letzte Folge, wo der Papa nochmal "den Hammer kreisen läßt", das war natürlich der Kracher - vermutlich der Cliffhanger für den Stromberg-Kinofilm.
Aber zwischendrin, das ganze Schwangerschafts-Getue und Beziehungsarbeit leisten... *NERV*
Ich habe mir die Staffel jetzt auch mal komplett angeschaut und muss (leider) auch sagen, dass ich sie bisher am schwächsten finde.
Sicherlich, und das bestreitet ja auch keiner, handelt es sich um eine Serie, weswegen man nicht allzu sehr auf Realitätsnähe pochen sollte. Aber da es sich um eine Sitcom dreht, die besonders durch ihren Doku-Charakter heraussticht, sollte man schon bemüht sein, die Handlungsstränge glaubhaft rüberzubringen.
Dass die Figur Stromberg in der aktuellen Staffel noch fieser und berechnender geworden ist, finde ich ein bisschen schade, da die tragikomische Facette eine der Stärken eben dieser Figur war. In den vorangegangenen Staffeln konnte Stromberg die Konsequenzen seines Handelns nie so wirklich absehen - was immer einen enormen Teil des Humors ausgemacht hat. In der aktuellen Staffel weiß er oft genau, was er tut, was ihn letztendlich hauptsächlich als fies dastehen lässt.
Gagmäßig ist mir beim ersten Schauen aufgefallen, dass von der Masse her anscheinend nicht so viele Gags dabei waren, die richtig gezogen haben. Überhaupt denke ich, dass das von Staffel zu Staffel immer mehr abgenommen hat.
Ein bisschen unbeholfen fand ich auch die letzte Folge, die bei mir den Anschein erwirkt hat, dass die Drehbuchautoren während der ersten Folgen noch gar nicht genau wussten, wohin die Reise gehen soll, zumal in der letzten Episode irgendwie zuviel passiert, damit es auch ja wieder so gedreht wird, dass Stromberg wieder auf die Füße fällt.
Die Folge mit dem Pfarrer und dass plötzlich alle zusammensaßen und Lieder gesungen haben, fand ich auch ein bisschen umglaubwürdig und zu gewollt. Im Prinzip kann ich sagen, dass das meine "Theo-Folge" ist.
Ansonsten bleiben sicherlich einige gute Gags, aber ich muss für mich leider das Fazit ziehen, dass durch die Charakterveränderung der Hauptfigur eine entscheidende Portion des Stromberg-Charmes verloren gegangen ist. Trotzdem bleibt Stromberg für mich die deutsche Comedy-Serie schlechthin, schon allein wegen der vorangegangenen Staffeln.