So, ich bin neu-angemeldeter Nutzer und schreib auch mal was zur vierten Staffel:
Zitat:
Zitat von RipixXx
ich muss auch sagen das ich, die 4.Staffel sehr seltsam finde, aber nicht unbedingt schlecht aber eben anders.
greetz Jochen
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...deckt sich FAST mit meiner Meinung.
Erstmal finde ich natürlich die Stimmung in der Capitol, die nun plötzlich der tragischen bei GZSZ ähnelt, nicht so gut. Die Protagonisten sind allesamt schlechter gelaunt und diese ganz normalen Szenen aus Staffel 1-3 in der zwischendurch mal alles gut ist, fehlen völlig. Das hatte ich mir ein wenig anders gewünscht. Aber sonst kann ich nur noch Positives schreiben:
Die neue Stromberg-Staffel hat an Fahrt zugelegt und vom Prinzip der Handlungen hat sich einiges geändert. Klar, der Sitcom-Charakter der ersten drei Staffeln wird nun mit Elementen der Seifenoper vermischt. Das finde ich aber nicht schlimm, da ich sowieso großer F.r.i.e.n.d.s.-Fan bin & das Prinzip einer "aufbauenden" Story mag.
Wie in den anderen Staffel auch, haben sich alle Charaktere weiterentwickelt:
- Stromberg raucht plötzlich regelmäßig & kann, wenn er will, auch geschäftlichen Erfolg verzeichnen (ich muss sagen, dass mir das in den anderen 3 Staffeln gefehlt hat, denn da war er ja von der Leistung her immer der Buhmann!)
- Schirmchen entwickelt eine mehr oder weniger geringe Zuneigung zu Stromberg und ist aufgrund seiner Handlungen ständig irgendwie hin und her gerissen sich auf ihn einzulassen (auch das finde ich super gemacht, denn in den anderen Staffeln hat mir, trotz Wehmeyer, immer jemand gefehlt, der ihn in einer bestimmten auch Weise mag und seine Schwächen analysieren kann. Schirmchens Interview, in der sie sag "das ist ja bei ihm alles auch irgendwie nur Unsicherheit, ... hier dieses jaaa äääh... das meint der ja nicht so..." find ich das besonders klasse.

)
- "Ernie wird durchs Mobbing zum Psycho" hat ein Kumpel von mir gesagt. Ich denke, das kann man so stehenlassen. Und ich muss sagen, ich finde, das ist mit das Realistische an der vierten Staffel. Jemand, der mehrere Jahre lang
SO fertig gemacht wurde, wird depressiv - zwangsläufig. Noch interessanter find ich seine Wandlung vom Streber, der keine Freude und Hobbys in seinem Leben hatte zu einem, der plötzlich Dart trainiert, auch mal "Nein" sagen kann und endlich das Glück bei sich selber sucht

Schade nur, dass dadurch auch lustige "Ernie-Szenen" mangelware werden....
- Tanja interessiert sich immer weniger für ihren Ulf und fixiert sich auf die Karriere und...
- ...Ulf fängt plötzlich an sich um die Beziehung Gedanken zu machen und das alte Leben zwischen ihm und Tanja zu vermissen
Ich finde die Wandlungen nachvollziehbar und notwendig, denn Veränderungen sind bei einer solchen Serie sehr wichtig. Somit haben sich natürlich neue, zum Kreischen komische, Situationen ergeben:
Stromberg denkt zwischendurch über sein egoistisches Verhalten nach (was natürlich zum Scheitern zu verurteilen ist. Er wird sich nie ändern!

) Das find ich klasse!
Er muss auch nicht, wie früher, Versuchen sich nach oben zu mogeln, sondern eben ständig in der Hauptfiliale auftauchen und hinterrücks der anderen Pläne verfolgen. (Zumindest an seiner dummen, skrupellosen, aber zwischendurch auch erfolgreichen Handlungsweise hat sich nichts geändert: Stromberg tritt einem Männerchor bei, kauft Stripperinnen und bedient sich sogar Erikas Tod!)
Er war und bleibt auch in der vierten Staffel das egozentrische Arschloch, das nie an andere denken wird - Gott sei dank!
Somit kann man sagen, es werden zwar alle Charaktere in andere Rollen gedrängt und weiterentwickelt, aber das Zentrale Element bleibt erhalten. Das, was die Serie für mich so interessant gemacht hat. Viele Situationen waren mir für Stromberg schon beim zugucken peinlich - genau wie in Staffel 1-3, ich konnte zwischendurch gar nicht hingucken. Der verzweifelte Heiratsantrag hätte jetzt auch nicht sein müssen.
Über das "Happy End" hab ich mir ehrlich gesagt keine richtige Meinung gebildet. Mir würde nicht einfallen, wie man das ganze anders beenden könnte. Und dass Strombergs Bemühungen am Ende doch belohnt werden, ist das typische Element dieser Serie. Irgendwie war es klar, irgendwie aber auch überraschend. Auf einen Film würde ich mich trotzdem noch sehr freuen, obwohl ich nicht wüsste, was da jetzt noch kommen soll. Solange die Sprüche bleiben "Finsdorf ist die Transe unter den deutschen Städten, HÖHÖ!", ist mir alles recht.
mfg,
Kju