Ich habe mir die Staffel jetzt auch mal komplett angeschaut und muss (leider) auch sagen, dass ich sie bisher am schwächsten finde.
Sicherlich, und das bestreitet ja auch keiner, handelt es sich um eine Serie, weswegen man nicht allzu sehr auf Realitätsnähe pochen sollte. Aber da es sich um eine Sitcom dreht, die besonders durch ihren Doku-Charakter heraussticht, sollte man schon bemüht sein, die Handlungsstränge glaubhaft rüberzubringen.
Dass die Figur Stromberg in der aktuellen Staffel noch fieser und berechnender geworden ist, finde ich ein bisschen schade, da die tragikomische Facette eine der Stärken eben dieser Figur war. In den vorangegangenen Staffeln konnte Stromberg die Konsequenzen seines Handelns nie so wirklich absehen - was immer einen enormen Teil des Humors ausgemacht hat. In der aktuellen Staffel weiß er oft genau, was er tut, was ihn letztendlich hauptsächlich als fies dastehen lässt.
Gagmäßig ist mir beim ersten Schauen aufgefallen, dass von der Masse her anscheinend nicht so viele Gags dabei waren, die richtig gezogen haben. Überhaupt denke ich, dass das von Staffel zu Staffel immer mehr abgenommen hat.
Ein bisschen unbeholfen fand ich auch die letzte Folge, die bei mir den Anschein erwirkt hat, dass die Drehbuchautoren während der ersten Folgen noch gar nicht genau wussten, wohin die Reise gehen soll, zumal in der letzten Episode irgendwie zuviel passiert, damit es auch ja wieder so gedreht wird, dass Stromberg wieder auf die Füße fällt.
Die Folge mit dem Pfarrer und dass plötzlich alle zusammensaßen und Lieder gesungen haben, fand ich auch ein bisschen umglaubwürdig und zu gewollt. Im Prinzip kann ich sagen, dass das meine "Theo-Folge" ist.
Ansonsten bleiben sicherlich einige gute Gags, aber ich muss für mich leider das Fazit ziehen, dass durch die Charakterveränderung der Hauptfigur eine entscheidende Portion des Stromberg-Charmes verloren gegangen ist. Trotzdem bleibt Stromberg für mich die deutsche Comedy-Serie schlechthin, schon allein wegen der vorangegangenen Staffeln.
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